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10 Tage Reittour

 

Tag 1: Ankunft – Transfer von Calama bis San Pedro

Nachdem ihr am Flughafen Calama gelandet seid, holen wir euch ab, und bringen euch nach San Pedro de Atacama, die archäologische und touristische Hauptstadt von Chile.

 

Dort könnt ihr dann eure Zimmer beziehen und die ersten gesammelten Eindrücke erstmals sacken lassen. Später werden wir dann zusammen Abendessen, wo die Möglichkeit besteht noch offen stehende Fragen zu stellen oder ungeklärte Details zum bevorstehenden Ritt zu klären. Ein Willkommens-Cocktail wird euch gleich die angenehme Seite des chilenischen Lebens, der landestypischen Bräuche und Traditionen genießen lassen. Es ist für euch die Gelegenheit den berühmten Pisco Sour, das populärste Getränk Chiles, kosten zu können. Dieses erfrischende Getränk wird aus Pisco (Trauben-Alkohol), Zitronensaft und Eiweiß gemacht.

 

Die erste Nacht verbringt ihr in eurem Hotelzimmer im Zentrum von San Pedro de Atacama, inklusive privates Bad und warmen Wasser. 

Tag 2: Cejas Lagunen

Nach einem ausgewogenen Frühstück reiten wie los in Richtung Süden, zu dem Atacama-Salzbecken, eine 320.000 Hektar riesige Salz-Senke, die eine einzigartige Landschaft formt. Dieses „Salar" (das Größte Salzbecken von Chile) war vor 4.000 Jahren ein riesiger See und hat heute noch ein unterirdisches Wassernetz, das an vereinzelten Stellen an die Oberfläche tritt. Flamingos und Enten genießen ihr Dasein nahe diesen türkisfarbenen Lagunen.

 

Am Ufer der Lagune Cejar, im Herzen des Salzbeckens, wo das Farbenspiel zwischen dem Blaugrün des Wassers und dem Weiß des Salzes einfach umwerfend ist, werden wir zum ersten Mal unsere Zelte aufschlagen. Je nach Jahreszeit kann man ein erfrischendes Bad in der Lagune nehmen. Die Salzkonzentration des Wassers ist vergleichbar zu der des Toten Meeres (40 %). Daher ist es nicht nötig schwimmen zu können, man treibt sowieso an der Wasseroberfläche umher. Der Sonnenuntergang kann dann auf dem „Licancabur", ein Vulkan mit einer Höhe von 5.916 m, beobachtet werden. Dieser Vulkan steht genau an der Grenze zu Bolivien und wird euch als Orientierungspunkt während der ganzen Reittour behilflich sein.

 

Am ersten Tag reiten wir etwa 6 Stunden. 

Tag 3 : Ruinen von Beter & Tulor 

Am zweiten Tag reiten wir nach Beter, wo die Spanier ihr erstes Kolonialdorf errichtet haben. Dort werden wir die Ruinen des Dorfes, die heute halb im Sand verborgen sind, besichtigen. Die ersten Bewohner lebten bereits vor über 11.000 Jahren in dieser Gegend. Diese Überreste sind prächtige Vertreter der archäologischen Vergangenheit dieser Kultur.

 

Wir reiten weiter nach Tulor, eine Ansammlung von 3.000 Jahre alten Ruinen die aus der Lickanantay-Kultur (Ureinwohner der Gegend) stammen. Noch heute findet man dort Siedlungsformen, die sich durch ihre runden Formen von anderen absetzen. Dank des Sandes wurden diese Ruinen über Jahrhunderte konserviert und geschützt.
Dieses echte Museum unter freiem Himmel besteht aus 22 runden Konstruktionen, die alle ihren eigenen Zweck hatten. Von hier aus hat sich die San Pedro Kultur entwickelt und ausgebreitet. Ihr Handwerk bestand aus Keramik, Korbflechterei, Metallurgie. Verschiedene Rituale, Legenden und Mythen, Magie und religiöse Zeremonien wurden dort zelebriert und haben sich dieser Zeit aus Tulor verbreitet.

 

Wir übernachten in der Oase von Tulor, wo ihr einmal mehr die Möglichkeit habt, euch in den Oasenkanälen baden und entspannen zu können.

 

Am zweiten Tag sind wir wieder etwa 6 Stunden zu Pferd unterwegs.

Tag 4:  Mond-Tal & Todes-Tal

Nach der zweiten Nacht im Freien, machen wir uns auf den Weg, das einzig- als auch eigenartige Mondtal zu durchqueren. Seine geologischen Formationen und Farben erinnern erstaunlicher Weise an den Mond. Durch Tunnels, Höhlen und über riesige Sanddünen reiten wir durch dieses Tal. Mit ein wenig Aufmerksamkeit, kann man ab und an das Grollen der Felsen hören, die durch den Wechsel der Temperaturen knarren als ob sie uns etwas zuflüstern wollten.

 

Wir lassen das Mondtal hinter uns um den Felsvorsprung der Salz-Kordilleren zu erreichen. Es handelt sich um einen sogenannten „Vorboten" von Gebirgsketten, die sich durch die Erosion gebildet haben und die sich weiter nach Osten in die majestätischen Anden verwandeln. Jeder Windstoß bildet dort eine neue Natur Skulptur. Von ihrer Höhe überragen wir das ganze Todestal und seine riesigen Sanddünen, wo Sandboard betrieben wird. Auch bekannt als Marstal, wird euch dieses Tal mit seiner unglaublich bizarren Schönheit die Sprache verschlagen.

 

Später campen wir dann nahe der Petroglyphen des „Piedra de la Coca", einem riesigen Stein, wo einstmals die Atacameños gekaute Cocablätter hingespuckt haben, in der Hoffnung auf eine gute Reise. Wir besichtigen die Petroglyphen wo antike Jagdszenen abgebildet sind. Diese Striche sind der eindeutige Beweis dafür, dass die Karawanen damals diesen Weg nahmen. Man erfährt noch heute durch die Formen und Symbole, die in die Steine eingeprägt sind, die Geschichte, die Lebensweise und die Existenz dieser Leute. Wie Nachrichten erzählen sie uns eine Geschichte, die Heutzutage noch verschiedene Theorien hervorrufen.

 

An diesem Tag reiten wir zwischen 7 und 8 Stunden.

Tag 5: Rio Salado, Cerro Curon

Der fünfte Tag wird dominiert von umwerfenden Landschaften und wir erreichen den Rio Salado (Salz Fluss), wo nochmals Petroglyphen zu sehen sind. Einige dieser Petroglyphen sind 2.000 Jahre alt und zeigen Lamas, Füchse, Karawanen oder Schamanen. Wir durchreiten die damaligen Wege, die von früheren Nomaden-Volkstämmen und ihren Lama-Karawanen durchquert wurden.

 

Nach einem schönen Ritt durch die herrliche Natur und einem spektakulären Aufstieg in steinigem Gelände, erreichen wir den Cerro Curron (3.700 m), unseren nächsten Campingort. Dort kann die totale Stille genossen werden. Diese Gegend wird Heutzutage nur noch von wilden und mutigen Eseln bewandert. Es ist auch der Lieblingsort der Viscachas, ein seltsames Nagetier der Anden, das an eine merkwürdige Mischung zwischen Eichhörnchen und Hase erinnert.

 

Heute reiten wir zwischen 7 und 8 Stunden.

Tag 6: Rio Grande, Dorf von Machuca

Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Osten, Richtung Rio Grande, ein malerisches Dorf, von wo aus wir den Aufstieg in die andine Hochebene beginnen. Das spezielle an diesem Dorf sind seine Häuser und deren Bauweise. Sie wurden aus vulkanischen Steinen, Stroh und Kaktusholz gebaut. Außerdem gibt es einen einzigartigen Terrassenfeldbau und eine kleine bezaubernde Kirche zu erkunden.

 

Wir reiten weiter auf Wegen, die ehemals von Lama-Karawanen benutzt wurden. Diese Lama-Karawanen waren über Jahre hinweg das einzige Transportmittel der Hochlandbewohner, um in die tiefer gelegenen Gebiete zu gelangen. Den Fluss entlang reitend, werden wir noch einstigen Häusern begegnen, die damals den Karawanen und heute den Schafhirten das Schutzhütten dienen.

 

Schließlich öffnet sich der Fluss hin zum „Boffedal" von Machuca. Machuca ist ein weiters charmantes kleines Dorf, das eine eigene, rießige Lamaherde besitzt. Es besteht im Grunde genommen nur aus einer einzigen Straße und auch hier gibt es eine bezaubernde kleine Kapelle. Dieses Dorf liegt auf 4.015 Meter über dem Meeresspiegel und wurde von Mutter Natur besonders privilegiert ausgestattet. In der Nacht könnt ihr dann einen atemraubenden Sternenhimmel sehen, hier in der Atacamawüste, mit dem klarten Himmel der Welt.
Wir campen in der Nähe des Dorfes an einer gemütlichen Lagune.

 

Reitzeit Heute: ca. 6 Stunden

Tag 7: Oase von Guatin

Da die Höhe sowohl von Tier wie auch Mensch seinen Tribut fordert, reiten wir nach einer wohligen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück etwas gemütlicher weiter Richtung „Quebrada de Turipiti". Auch diese Hochebene lädt zum Staunen ein, mit seiner Weitläufigkeit, seinen Grassteppen und plötzlich erscheinenden Canyons. Von diesem Standpunkt aus, könnt ihr heute alles von San Pedro bis hin zum „Salar de Atacama", von wo aus wir begonnen hatten, erlicken.

 

Diese Nacht werden wir in der Oase von Guatin verbringen, eine Flussoase auf 3.200 m. dort habt ihr wieder die Möglichkeit, ein erfrischendes Bad in den kleinen Wasserfällen zunehmen und euch danach auf dem weichen Sand auszuruhen. Guatin ist ein hinreißender Ort, wo Wüste und Vegetation aufeinander treffen und somit eine Landschaft mit beeindruckenden geologischen Kontrasten formen. Die Schlucht ist auch als „Kaktustal" bekannt, wegen den hunderten von Kakteen die dort wachsen und die bis zu 8 Meter hoch werden können.

 

Am Rande des Flusses in der Oase von Guatin werden wir ein weiteres Mal unsere Zelte aufschlagen.

 

An diesem Tag reiten wir etwa 7 Stunden.

Tag 8: Teufels Canyon, Catarpe Tal

Von der Oase Guatin folgen wir einer sanft gewundenen Straße, mit herrlicher Aussicht auf die andine Depression, San Pedro bis hin zum Salar de Atacama. Hier seht ihr dann die in den letzten Tagen zurückgelegte Strecke, und das ist nicht wenig.

 

Am frühen Nachmittag erreichen wir den Teufels-Canyon (Quebrada del Diablo), eine schmale Schlucht mitten in den Salzkordillernen. Dieses von Natur geschaffene Labyrinth wird euch an Landschaften aus amerikanischen Westernfilmen erinnern.

 

Einmal durchquert führt er uns ins herrlich grüne Catarpe Tal, wo wir zum letzten Mal campen werden. Der Fluss San Pedro, der Vegetation in diesem Tal ermöglicht, schafft einen erstaunlichen Kontrast mit der Trockenheit der Wüste. Auf diesen Wegen werden wir sicherlich einigen Bauern mit ihren Viehherden begegnen.

 

Der Fluss lädt euch förmlich zum Baden oder auch zum Flanieren an seinem Ufer ein, das von Bäumen eingekreist ist, obwohl wir uns doch in der trockensten Wüste der Welt befinden.

 

Heute reiten wir ca. 7 Stunden. 

Tag 9: Rückkehr nach San Pedro

Unser letzter Tag ist ruhig und angenehm. Nachdem wir dem Rio San Pedro ein weiteres Stück gefolgt haben, durchqueren wir den fortführenden Teil des Teufels-Canyon, welcher noch beeindruckender ist. Nachdem wir so den Anfang des Catarpe Tals erreichen, reiten wir durch das Dorfzentrum zur Ranch zurück.

 

Wir beenden unseren Ritt mit der Besichtigung der Ruinen von „Pukara de Quitor", eine ehemalige Festung aus dem zwölften Jahrhundert.
Diese Festung liegt auf die Höher eines Hügels, der den Fluss San Pedro überragt. Heute ist es ein Nationales Denkmal, Überreste der Vor-Inka Architektur. Ihr unglaublicher Steinbau wurde vor über 700 Jahre als Schutzfestung gebaut und genutzt. Die Einheimischen der Zone nutzten sie um sich vor der Inkas zu schützen und später dann vor den Spaniern, die 1540 diese Gegend besetzten.

 

Den Nachmittag habt ihr dann frei zu eurer Verfügung, zur Besichtigung des Dorfes, einen Einkaufsbummel durch die Kunsthandwerksläden zu machen oder um auch schlicht und einfach auszuruhen. Außerdem gibt es ein interessantes archäologisches Museum in San Pedro, das eine prächtige Sammlung von vorspanischen Gegenständen zeigt, die hier in der Umgebung gefunden wurden (Keramik, Textil, Metall, ...)

 

Am Abend laden wir euch herzlich ein auf unsere Ranch, zu einem letzten, großen Barbecue, wo wir zusammen die vergangenen Tage Revue passieren lassen. Die letzte Nacht verbringt ihr wieder in einem Gästezimmer im Zentrum des Dorfes, mit privatem Bad und warmen Wasser, bevor ihr wieder eure Rückreise antreten werdet.

 

Am letzten Tag reiten wir 5 Stunden.

Tag 10: Abschied und Transfer nach Calama 

Am zehnten Tag bringen wir euch selbstverständlich rechtzeitig zurück zum Flughafen von Calama. Nun heißt es sich voneinander zu verabschieden und wir hoffen ihr habt es genossen mit uns und unseren Pferden die Wüste zu entdecken und zu erleben. Bis bald!