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San Pedro de Atacama

 

 

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San Pedro de Atacama ist ein chilenisches Dorf, das in der Provinz Loa liegt, Teil der II. Region von Antofagasta. Heute ist der Ort ein beliebtes Ziel für Touristen aus der ganzen Welt. San Pedro de Atacama hat sich über Jahrhunderte um eine Oase entwickelt, mitten in der trockensten Wüste der Welt: Die Atacama-Wüste. Sie liegt östlich von Antofagasta, ungefähr 100 km von Calama und den berühmten Kupfer-Minen von Chuquicamata entfernt. 

 

Dieses Dorf ist als die archäologische Hauptstadt von Chile bekannt und befindet sich zwischen der Anden Kordilleren (Altiplano) und der Salz Kordilleren. Es liegt direkt an der Grenze zu Bolivien und ist nach dem Namen des Heiligen San Pedro (Heiliger Peter) benannt worden und dem Wort Atacama, was von dem Wort "Accatch" abstammt, und auf Cunza (Sprache der Ureinwohner) "Kopf des Landes" bedeutet. Dieses Dorf wurde 1450 von den Inkas erobert, 1540 dann von den Spaniern und 1555 wurde es zu einem staatlichen Sitz. 

 

 

 

 

Das Zentrum von San Pedro hat die Struktur und Konstruktion des kolonialen Einflusses der Spanier beibehalten, mit antiken Adobe-Häusern, Innenhöfen und Dächernn aus Lehm und Heu. 

 

Die Kirche von San Pedro ist sicherlich eine der schönsten Kirchen von Nord Chile. Sie wurde 1951 als ein nationales Denkmal eingeschrieben.

 

Das Dorf liegt auf ca. 2 400 m. Das Klima ist extrem trocken (mit wenig oder sogar keinem Regen) und mild, mit Temperaturen zwischen 25-30 Grad im Sommer (Dezember-Februar) und 18-25 Grad im Winter (Juni-August). In der Nacht fallen die Temperaturen auch unter 0° Grad und können im Winter sogar bis auf -10 Grad fallen. 

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Die Atacama Wüste ist eine regenfreie Hochebene, die sich auf 966 km zwischen den Anden und dem Pazifischen Ozean ausbreitet. Sie wurde durch den Regenschatten der Anden gebildet. Ihre Fläche beträgt 181 300 m² und sie liegt im Norden von Chile. Sie wurde aus Salzbecken (Salar), Sand und Lava gebildet und ist mehr als 20 Millionen Jahre alt. Die Atacama Wüste ist 50-mal trockner als das Death Valley in den USA. 

 

In dieser Wüste ist Regen mehr als selten, an einigen Orten hat es sogar noch nie geregnet. Trotzdem ist eine Oase entstanden, dank des Wassers von den Anden, Flüssen und unterirdischen Gewässern, und so ist auch Leben entstanden.

 

Diese Oase wurde seit Urzeiten besiedelt, wodurch die atacamenische Kultur, oder Lican-Antay: „Leute der Oase" entstanden sind. 

 

Es wird vermutet, dass die ersten einheimischen Volksstämme schon vor mehr als 10 000 Jahren durch diese Gegend reisten. Sie waren im Allgemeinen Jäger und Sammler. Zu jener Zeit war die Landschaft der Wüste anders, es gab mehr Vegetation und mehr Tiere. 

 

Die ersten Konstruktionen entstanden um das 4. Jahrhundert v.Chr. Sie wurden kreisförmig gebildet und befanden sich meistens in Schluchten oder neben Flüsse. 

 

Die Entwicklung von einem Nomadenleben zu einem sesshaften Leben, stimulierte die Entwicklung der Agrikultur, die sich durch wichtige Fortschritte wie zum Beispiel Bewässerungskanäle, die noch heute existieren, entwickelte. 

 

Die Atacameños entwickelten ihre eigenen Rituale und Gewohnheiten, die durch Kontakt mit Leuten von anderen Dörfern der Hochebene, bereichert wurden. 

 

Auf Grund ihres Klimas und ihrer Höhe, kann man in der Atacama Wüste eine spezielle Flora und Fauna finden.
In dieser salzigen Anden-Hochebene, gibt es unter anderem eine große Vielfalt an Flamingos. Die häufigst vorkommenden Tiere der Gegend sind: Flamingos, Vicuñas, Guanacos, Lamas, Füchse, Kaninchen (Viscacha) und noch mehr.

 


Zu den wichtigsten Pflanzen zählen: Llareta, Chañar, Algarrobo, Rica-Rica, Pingo-Pingo, Fuchs-Schwänze, Kakteen... 

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